Die Jochbeinchirurgie, auch Malarchirurgie genannt, umfasst verschiedene Eingriffe, die darauf abzielen, die Form, Größe oder Projektion der Jochbeine zu verändern. Je nach Bedarf vergrößert oder verkleinert der Chirurg das Volumen der Jochbeine mithilfe von Implantaten, Fetttransfers oder der Umformung des Jochbein-Knochens. Das Hauptziel besteht darin, die Gesichtszüge zu harmonisieren, ein Gleichgewicht wiederherzustellen oder flachen bzw. im Gegenteil zu prominenten Jochbeinen mehr Kontur zu verleihen.
Die Preise für Jochbeinchirurgie variieren je nach angewandter Methode (Implantate, Lipofilling, Knochreduktion) und dem Land, in dem der Eingriff durchgeführt wird. Die Kosten beinhalten in der Regel das Honorar des Chirurgen, die Anästhesie und den Klinikaufenthalt, können jedoch je nach Bekanntheitsgrad des Behandlers oder der Komplexität des Eingriffs schwanken.
| Land | Malarimplantate (€) | Lipofilling (€) | Jochbeinreduktion (€) |
|---|---|---|---|
| Frankreich | 3500-5000 | 3000-4500 | 4000-6000 |
| Großbritannien | 4000-5500 | 3500-5000 | 4500-6500 |
| Deutschland | 3500-5200 | 3000-4600 | 4200-6100 |
| Niederlande | 3600-5100 | 3200-4300 | 4300-6200 |
| Italien | 3300-4800 | 2900-4200 | 4200-5900 |
| Tunesien | 1700-2500 | 1600-2200 | 1900-2800 |
| Türkei | 1700-2700 | 1500-2100 | 1800-2600 |
| Ungarn | 1800-2600 | 1500-2200 | 2000-2600 |
| Tschechische Republik | 1800-2500 | 1500-2000 | 2000-2500 |
| Litauen | 1700-2300 | 1400-2000 | 1900-2400 |
| Thailand | 2300-3300 | 1800-2500 | 2500-3400 |
| Polen | 1800-2500 | 1600-2100 | 1900-2600 |
| Belgien | 3300-4800 | 2900-4300 | 4200-5700 |
| Brasilien | 2500-4100 | 2000-3500 | 3000-4700 |
| Albanien | 1300-1800 | 1100-1550 | 1400-2000 |
Die Preise wurden 2025 aktualisiert und dienen nur zur Orientierung.
Die Jochbeinchirurgie wird in der Regel als ästhetischer Eingriff angesehen und daher nicht von der Krankenversicherung oder Krankenzusatzversicherungen übernommen, außer in äußerst seltenen Ausnahmefällen (schwerwiegende angeborene Fehlbildung, anerkannte Fehlbildungssyndrome, Folgen von Gesichtstraumata). In der Praxis bleibt die Kostenübernahme die absolute Ausnahme.
Die Ziele der Jochbeinchirurgie sind vor allem ästhetischer Natur: Verbesserung der Harmonie des Gesichts, Verjüngung, Korrektur eines angeborenen Defekts oder einer Asymmetrie oder Wiederherstellung des Volumens nach Gewichtsverlust oder Trauma. Mehrere Techniken und Eingriffe fallen in den Bereich der Malarchirurgie:
Die Jochbeinchirurgie hat in den letzten Jahren mehrere Innovationen erfahren:
Der Ablauf der Jochbeinchirurgie hängt von der gewählten Technik ab (Implantate, Lipofilling oder Knochreduktion), es gibt jedoch einige gemeinsame Grundprinzipien.
Beim Einsetzen von Malarimplantaten beginnt der Eingriff in der Regel unter Vollnarkose oder unterstützter Lokalanästhesie. Der Chirurg setzt einen kleinen Schnitt, der im Mundinneren an der oberen Zahnfleischleiste verborgen ist, oder manchmal am unteren Rand des Augenlids. Der Raum wird bis zum Kontakt mit dem Jochbein geschaffen, um das Implantat präzise einzusetzen und die Form zu korrigieren oder Kontur zu geben. Die Inzision wird mit resorbierbaren Fäden verschlossen. In manchen Fällen kann das Implantat mit einer Minischraube zur Stabilisierung fixiert werden.
Für das Lipofilling oder den autologen Fetttransfer entnimmt der Chirurg eine kleine Menge Fett an einer anderen Körperstelle (oft Bauch oder Oberschenkel) und bereitet es entsprechend auf. Dieses Fett wird dann mit feinen Mikrokanülen sorgfältig in die Jochbeine injiziert, um ein natürliches und dauerhaftes Ergebnis zu erzielen. Diese Verfahren werden meist unter Lokalanästhesie durchgeführt und erfordern keine sichtbaren Schnitte.
Die, seltener durchgeführte, Jochbein-Knochreduktion besteht darin, mit einem inneren Schnitt (über die Mundschleimhaut) Zugang zum Knochen zu schaffen. Anschließend wird der Knochen entweder durch Fräsen (Abschleifen des Knochens) oder durch Osteotomie (kontrollierte Durchtrennung und Repositionierung von Knochenteilen) umgeformt, um prominente Jochbeine zu verfeinern. Am Ende des Eingriffs wird der Schnitt verschlossen.
Die Operationsdauer variiert je nach Komplexität des Eingriffs und verwendeter Technik:
In der Regel dauert das Einsetzen von Implantaten zwischen 45 Minuten und 1 Stunde 15 Minuten. Für das Lipofilling der Jochbeine ist der Eingriff etwas kürzer: 30 bis 60 Minuten. Eine Knochreduktion kann je nach Aufwand zwischen 1 und 2,5 Stunden dauern.
Die Jochbeinchirurgie gilt als wenig schmerzhaft. Die meisten Patienten berichten über ein leichtes Spannungsgefühl und Ziehen, anstatt über starke Schmerzen.
Es können jedoch in den ersten Tagen moderate Schmerzen auftreten, meist in Form von Schwellungen, Spannungsgefühlen oder erhöhter Berührungsempfindlichkeit. Diese Empfindungen klingen in der Regel innerhalb einer Woche ab und lassen sich mit gängigen Schmerzmitteln gut kontrollieren. Minimalinvasive Techniken neigen dazu, die Intensität und Dauer der postoperativen Beschwerden noch weiter zu verringern.
Die Nachsorge nach einer Jochbeinchirurgie ist ein entscheidender Schritt, um das bestmögliche Ergebnis sicherzustellen. Der ästhetische Verlauf, das Management der Folgen und die Betreuung der Wundheilung gehören fest zum Genesungsprozess und erfordern die engagierte Mitarbeit des Patienten in Abstimmung mit seinem Chirurgen.
Direkt nach dem Eingriff treten häufig Schwellungen und manchmal Blutergüsse auf. Diese Erscheinungen sind normal und bilden sich im Verlauf von einigen Tagen bis wenigen Wochen zurück.
Die meisten Patienten können das Ergebnis nach 2 bis 4 Wochen sehen, wenn die Schwellung zum Großteil verschwunden ist. Das endgültige Resultat ist in der Regel zwischen 2 und 6 Monaten nach der OP zu beurteilen, wenn sich die Gewebe vollständig angepasst und die tiefe Heilung abgeschlossen hat.
Die Ergebnisse einer Jochbeinchirurgie gelten als dauerhaft. Die Implantate sind für einen dauerhaften Verbleib konzipiert, es sei denn, Komplikationen treten auf oder der Patient wünscht deren Entfernung.
Das Lipofilling kann in den ersten Monaten einen teilweisen Fettabbau erfahren, aber das verbleibende Volumen bleibt im Allgemeinen langfristig stabil. Auch die Effekte einer Knochreduktion sind endgültig. Allerdings können der natürliche Alterungsprozess des Gesichts und Gewichtsschwankungen das Ergebnis über die Jahre beeinflussen.
Es ist normal, in der Woche nach dem Eingriff ein gewisses Unwohlsein oder leichte bis mäßige Schmerzen zu verspüren. Schwellungen, Blutergüsse und ein Gefühl lokaler Taubheit können mehrere Tage anhalten.
Die Narben sind meist unsichtbar, da sie im Inneren des Mundes oder diskret am Lidrand platziert werden. Eine gute Mundhygiene ist wichtig, um Infektionen innerer Schnitte zu vermeiden.
Wie jeder chirurgische Eingriff birgt auch die Jochbeinchirurgie Risiken: Infektion, Hämatom, Verrutschen oder Fehllage des Implantats, Asymmetrien, Sensibilitätsstörungen oder schlechte Heilung.
Ein ausführliches Vorgespräch mit dem Chirurgen, die Wahl eines qualifizierten Facharztes und eine konsequente Befolgung der postoperativen Anweisungen sind die Schlüssel zur Risikominimierung. Im Zweifelsfall (Fieber, starke Schmerzen, ungewöhnliche Schwellungen) sollte man seinen Chirurgen rasch konsultieren, um auf etwaige Komplikationen frühzeitig reagieren zu können.