Die Mastektomie ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem eine oder beide Brüste teilweise oder vollständig entfernt werden. Sie wird von einem spezialisierten Chirurgen durchgeführt, hauptsächlich zur Behandlung oder Vorbeugung von Brustkrebs, aber auch im Rahmen bestimmter gutartiger Erkrankungen oder im Zuge einer Geschlechtsangleichung. Die Mastektomie erfordert eine spezielle Vorbereitung und angepasste Techniken je nach Indikation und den Wünschen des Patienten.
Die Kosten einer Mastektomie variieren erheblich je nach Land, Ruf des Chirurgen, angewandter Mastektomieart (total, partiell, präventiv oder heilend) und möglicher Kostenübernahme. Nachfolgend eine Vergleichstabelle der durchschnittlichen Preise im Jahr 2025.
| Land | Einfache Mastektomie | Bilaterale Mastektomie | Rekonstruktive Mastektomie |
|---|---|---|---|
| Frankreich | 3.500 € | 5.500 € | 6.500 € |
| Vereinigtes Königreich | 4.200 € | 6.200 € | 7.500 € |
| Deutschland | 4.500 € | 6.900 € | 8.000 € |
| Niederlande | 4.000 € | 6.000 € | 7.000 € |
| Italien | 3.800 € | 5.600 € | 6.800 € |
| Tunesien | 2.000 € | 3.200 € | 4.500 € |
| Türkei | 2.300 € | 3.800 € | 5.000 € |
| Marokko | 2.100 € | 3.500 € | 4.700 € |
| Tschechische Republik | 2.700 € | 4.200 € | 5.100 € |
| Litauen | 2.800 € | 4.100 € | 5.200 € |
| Thailand | 2.600 € | 4.000 € | 5.500 € |
| Polen | 2.900 € | 4.300 € | 5.600 € |
| Belgien | 3.900 € | 6.000 € | 7.200 € |
| Albanien | 1.700 € | 2.800 € | 3.600 € |
Durchschnittliche Preise, die für 2025 erhoben und aktualisiert wurden; sie können je nach Klinik und Arzt variieren.
Die Mastektomie wird in der Regel von der Krankenversicherung übernommen, wenn sie aus medizinischen Gründen durchgeführt wird (Krebs, nachgewiesenes genetisches Risiko, pathologische Gynäkomastie usw.). Eingriffe aus rein ästhetischen oder präventiven Gründen ohne medizinische Indikation werden nicht erstattet. Die genauen Modalitäten variieren je nach Land und Versicherung, es empfiehlt sich, sich im Vorfeld zu informieren.
Die Mastektomie zielt hauptsächlich darauf ab, bestimmte Brusterkrankungen zu behandeln oder vorzubeugen, die Lebensqualität zu verbessern oder eine Geschlechtsangleichung zu begleiten. Je nach Fall können verschiedene Techniken oder begleitende Eingriffe angeboten werden:
In den letzten Jahren hat die Mastektomie von bedeutenden technologischen Fortschritten profitiert:
Die Mastektomie wird unter Vollnarkose durchgeführt und beginnt mit der Desinfektion und Vorbereitung des Operationsgebiets. Der Chirurg setzt einen Schnitt, dessen Verlauf je nach Art der Mastektomie variiert: einfach (Entfernung des Brustdrüsengewebes), totale Mastektomie (vollständige Entfernung der Brust, manchmal mit der Brustwarze) oder haut- und/oder brustwarzenerhaltend.
Der Chirurg entfernt sorgfältig die Brustdrüse und gegebenenfalls das umliegende Gewebe, abhängig von der Indikation (z. B. Achsellymphknoten bei Verdacht auf Krebs). In einigen Fällen werden minimal-invasive oder roboterassistierte Techniken angewendet. Der Erhalt der Haut und/oder der Brustwarze ist in bestimmten Fällen möglich, was die spätere Brustrekonstruktion erleichtert.
Nach der Entfernung prüft der Chirurg, ob keine Blutungen vorhanden sind, und kann einen oder mehrere Drainagen legen, um Flüssigkeiten zu entfernen. Anschließend werden das Gewebe und die Haut vernäht. Falls eine sofortige Brustrekonstruktion geplant ist, wird diese im Anschluss durchgeführt, entweder mit Implantat oder mit Eigengewebe (Lappen oder Lipofilling).
Die Dauer einer Mastektomie beträgt in der Regel 1,5 bis 3 Stunden. Die kürzesten Eingriffe betreffen einfache Mastektomien, während Prozeduren mit sofortiger Brustrekonstruktion oder zusätzlichen Maßnahmen (Lymphknotenausräumung, Lappen) länger als 3 Stunden dauern können.
Die Mastektomie selbst ist dank der Vollnarkose schmerzfrei. Nach dem Eingriff treten im Brust- und Achselbereich je nach Umfang der Operation mäßige bis starke Schmerzen auf. Diese werden in der Regel direkt nach der Operation mit geeigneten Schmerzmitteln gut kontrolliert.
Moderne Techniken wie Regionalanästhesie oder minimal-invasive Chirurgie ermöglichen eine deutliche Reduktion postoperativer Schmerzen. Die meisten Patient:innen berichten eher über ein Spannungsgefühl oder Unbehagen als über starke Schmerzen, mit einer allmählichen Rückkehr zur Normalität innerhalb weniger Tage bis Wochen.
Die Nachsorge ist ein wesentlicher Schritt nach einer Mastektomie. Sie ermöglicht die Bewertung und Optimierung des ästhetischen und funktionellen Ergebnisses, die Überwachung der Wundheilung, das frühzeitige Erkennen möglicher Komplikationen und die ganzheitliche Unterstützung der Genesung des Patienten (körperlich und psychisch).
Unmittelbar nach dem Eingriff ist die Brust (bzw. das Operationsgebiet) häufig geschwollen, verhärtet oder verfärbt (Hämatome). Diese Erscheinungen sind normal und vorübergehend.
Das endgültige ästhetische Ergebnis, insbesondere bei einer Brustrekonstruktion, ist in der Regel erst nach 3 bis 6 Monaten sichtbar, sobald das Gewebe abschwillt, sich stabilisiert und die Narben zu verblassen beginnen. Sollte eine Korrektur erforderlich sein, ist ein zusätzlicher Zeitraum für die Ergebnisentwicklung einzuplanen.
Die Mastektomie ist ein Eingriff mit dauerhaftem Ergebnis, da das entfernte Brustgewebe nicht nachwächst. Die Dauerhaftigkeit des ästhetischen Ergebnisses hängt jedoch von mehreren Faktoren ab, insbesondere bei einer Rekonstruktion: natürliche Hautalterung, Gewichtsschwankungen, Qualität des Eingriffs und mögliche Spätkomplikationen (Kapselfibrose um ein Implantat, Hauterschlaffung usw.).
Regelmäßige Kontrollen beim Chirurgen und eine individuelle Nachsorge ermöglichen es, eventuelle Veränderungen des Ergebnisses frühzeitig zu erkennen oder zu behandeln.
Nach einer Mastektomie können mittelstarke bis starke Schmerzen über einige Tage bis Wochen anhalten. Sie werden mit Schmerzmitteln behandelt, aber ein Restgefühl (Ziehen, Spannung) kann länger bestehen, insbesondere bei Armbewegungen.
Eine Schwellung (Ödem) im Operationsgebiet ist häufig, ebenso wie Blutergüsse, die allmählich abklingen. Die Narben verändern sich über mehrere Monate: Sie sind anfangs rot und dick, werden aber mit der Zeit heller und weicher. Ihr endgültiges Aussehen stabilisiert sich meist nach 9 bis 18 Monaten.
Wie jede Operation birgt die Mastektomie Risiken: Infektionen, Blutungen, verzögerte oder schlechte Heilung, Serom (Ansammlung von Flüssigkeit unter der Haut), Hautnekrose, Anästhesiekomplikationen oder seltener eine Beeinträchtigung der Armmobilität (Lymphödem).
Regelmäßige medizinische Nachuntersuchungen, das Einhalten der postoperativen Anweisungen und schnelle Reaktion bei Problemen (Rötung, Fieber, anhaltende Schmerzen) verhindern die meisten Komplikationen. Die Wahl eines qualifizierten und erfahrenen Chirurgen sowie eine gute Kommunikation mit dem Behandlungsteam sind Schlüsselfaktoren, um die Sicherheit und das Ergebnis einer Mastektomie zu optimieren.