Die Brachioplastik, auch Oberarmstraffung genannt, ist ein ästhetisch-chirurgischer Eingriff, der darauf abzielt, erschlaffte Haut zu straffen und überschüssige Haut sowie Fett an der Innenseite der Arme zu entfernen. Dieser Eingriff wird von einem Facharzt für Plastische Chirurgie durchgeführt und ermöglicht die Neumodellierung der Armkontur, insbesondere bei Patienten, die stark an Gewicht verloren haben oder altersbedingte Hauterschlaffungen korrigieren möchten.
Die Kosten einer Brachioplastik variieren je nach verwendeter Technik, Bekanntheitsgrad des Chirurgen und dem Land, in dem die Operation durchgeführt wird. Hier ein Preisvergleich der durchschnittlichen Beträge im Jahr 2025 nach Ländern und Methode:
| Land | Klassische Brachioplastik | Assistierte Liposuktion | Minimalinvasive Brachioplastik |
|---|---|---|---|
| Frankreich | 3300 € | 2700 € | 3500 € |
| Vereinigtes Königreich | 4000 € | 3200 € | 4200 € |
| Deutschland | 3500 € | 2900 € | 3700 € |
| Niederlande | 3600 € | 3000 € | 3800 € |
| Italien | 3100 € | 2500 € | 3300 € |
| Tunesien | 1800 € | 1400 € | 2000 € |
| Türkei | 2000 € | 1500 € | 2200 € |
| Tschechische Republik | 2200 € | 1700 € | 2500 € |
| Litauen | 2100 € | 1600 € | 2300 € |
| Thailand | 2500 € | 2000 € | 2700 € |
| Dominikanische Republik | 2000 € | 1600 € | 2200 € |
| Brasilien | 2300 € | 1800 € | 2500 € |
| Kolumbien | 1800 € | 1300 € | 2000 € |
| Albanien | 1700 € | 1200 € | 1900 € |
| Mexiko | 2100 € | 1600 € | 2300 € |
Die angegebenen Preise wurden im Jahr 2025 aktualisiert und dienen nur zur Orientierung.
Die Brachioplastik wird im Allgemeinen als ästhetische Operation eingestuft und daher nicht von der Krankenkasse erstattet, außer bei nachgewiesener Funktionseinschränkung (Hautläsionen, Schwierigkeiten beim Ankleiden), die vom Arzt attestiert werden muss. In diesem Fall ist ein vorheriger Antrag bei der Krankenkasse erforderlich.
Ziele der Brachioplastik:
Alternativen oder begleitende Methoden können sein:
Die Brachioplastik hat in den letzten Jahren von bedeutenden Innovationen profitiert:
Die Brachioplastik wird in der Regel unter tiefer Lokalanästhesie, manchmal auch unter Vollnarkose durchgeführt – je nach Umfang des Eingriffes. Der plastische Chirurg zeichnet im Stehen das zu behandelnde Areal präzise auf der Haut an. Diese Markierung dient ihm während der gesamten Operation als Leitlinie.
Nach Desinfektion und Anlegen eines sterilen OP-Feldes erfolgt der Hautschnitt meist an der Innenseite oder Rückseite des Arms, um die Narbe möglichst unauffällig zu platzieren. Die Ausdehnung der Narbe hängt von der zu entfernenden Hautmenge ab: Sie kann sich von der Achselhöhle bis zum Ellbogen erstrecken (Standard) oder in einigen Fällen kleiner sein.
Oftmals wird zunächst eine Liposuktion durchgeführt, um überschüssiges Fettgewebe zu entfernen und das Gewebe besser straffen zu können. Im Anschluss entfernt der Chirurg den Hautüberschuss und vernäht das Operationsgebiet mit tiefen (für ein nachhaltig gutes Ergebnis) und oberflächlichen Nähten. Meistens werden selbstauflösende Fäden verwendet, was den postoperativen Komfort verbessert.
Bei minimalinvasiven Verfahren oder sehr geringem Hautüberschuss genügt manchmal eine reine Fettabsaugung kombiniert mit einem kleinen Schnitt.
Die Dauer eines Oberarmliftings variiert je nach Technik und Umfang der Korrekturen. Bei klassischen Verfahren dauert der Eingriff meist zwischen 1,5 und 2,5 Stunden.
Minimalinvasive Maßnahmen ohne großen Hautentfernungsbedarf dauern teils weniger als eine Stunde. Werden andere Eingriffe gleichzeitig (Bodylift, mehrfache Liposuktionen) durchgeführt, verlängert sich die Operationszeit entsprechend.
Eines Oberarmliftings verursacht selten starke Schmerzen. In den ersten Tagen treten häufig Spannungsgefühle oder ein mäßiges Unwohlsein an den Armen auf.
Bei Bedarf lassen sich die Schmerzen gut mit herkömmlichen Schmerzmitteln behandeln. Viele Patienten berichten insbesondere bei minimalinvasiven Methoden von einer weitgehend schmerzarmen Genesung. Blutergüsse oder leichte Schwellungen können ein bis zwei Wochen anhalten.
Die Nachsorge nach einer Oberarmstraffung ist essenziell, um ein dauerhaft gutes Ergebnis zu sichern und Komplikationen zu minimieren. Das ästhetische und funktionale Ergebnis hängt von der gewählten Technik, der Einhaltung der Empfehlungen und patienteneigenen Faktoren ab.
Unmittelbar nach dem Eingriff ist der Arm geschwollen und gelegentlich auch blau verfärbt, das endgültige Ergebnis ist noch nicht sichtbar. Die erste Modellierung zeigt sich meist nach einer Woche, doch dauert es meist zwei bis drei Monate, bis die Schwellung weitgehend abgeklungen ist und das Gewebe seine fast endgültige Form erreicht.
Die Narbenheilung und Hautelastizität verbessern sich über mehrere Monate hinweg. Das optimale Ergebnis zeigt sich um den sechsten Monat – dann beginnt die Narbe zu verblassen und der Arm erhält seine neue Kontur.
Die Vorteile der Brachioplastik sind langanhaltend – vor allem bei stabilem Gewicht und gesunder Lebensweise. Die Haut erlangt nie wieder ihre ursprüngliche Elastizität, doch entferntes Gewebe kehrt nicht spontan zurück.
Allerdings können altersbedingte Veränderungen oder starke Gewichtsschwankungen das Ergebnis langfristig beeinträchtigen. Ein gesunder Lebensstil und die Begrenzung von Gewichtsschwankungen tragen daher wesentlich zur Erhaltung des Resultats bei.
Nach einer Brachioplastik sind Spannungsgefühle, Unwohlsein oder mäßige Schmerzen – insbesondere bei ausgedehnten Bewegungen – häufig. Die Beschwerden klingen in der Regel nach 7 bis 15 Tagen ab.
Schwellungen und Blutergüsse können ein bis zwei Wochen andauern. Das Tragen eines vom Chirurgen verschriebenen Kompressionskleidungsstückes beschleunigt den Rückgang der Schwellung und unterstützt die Narbenheilung.
Die Narben bleiben anfangs rosa und etwas verdickt. Im Laufe von 12 bis 18 Monaten verbessern sie sich deutlich, auch wenn sie nie ganz unsichtbar werden. Die konsequente Anwendung geeigneter Cremes und Lichtschutzmittel begünstigt eine unauffällige Narbenbildung.
Wie bei jedem operativen Eingriff gibt es bei der Brachioplastik Risiken: Infektion, Hämatom, gestörte Wundheilung, Sensibilitätsstörungen oder unbefriedigendes Ergebnis. Schwere Komplikationen sind selten, wenn der Eingriff durch einen erfahrenen Facharzt erfolgt.
Vorbeugend wirken die sorgfältige Wahl des Operateurs, die gewissenhafte Einhaltung postoperativer Maßnahmen (Ruhe, Pflege, Einschränkung körperlicher Belastung) sowie regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Bei Auffälligkeiten (ungewöhnlicher Schmerz, anhaltende Rötung, Fieber) sollte der Chirurg umgehend kontaktiert werden, um schwerwiegende Komplikationen oder Nachoperationen zu verhindern.