Die Fettabsaugung am Gesäß ist ein chirurgischer Eingriff, der darauf abzielt, überschüssiges Fettgewebe im Bereich des Gesäßes zu entfernen. Diese Technik dient dazu, die Silhouette neu zu modellieren und die Kurven in diesem Bereich zu harmonisieren, ohne Haut oder Muskeln zu behandeln. Die Fettabsaugung basiert auf dem gezielten Absaugen von Fettzellen mithilfe feiner Kanülen, die durch kleine Schnitte eingeführt werden.
Das erwartete Ergebnis ist eine Verschlankung des Gesäßes sowie die Wiederherstellung der Proportionalität entsprechend der Körperform des Patienten. Der Eingriff, der unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt werden kann, richtet sich hauptsächlich an Personen, bei denen Ernährung oder Sport nicht ausgereicht haben, um hartnäckige Fettdepots zu beseitigen.
Die Kosten für eine Fettabsaugung am Gesäß variieren je nach Komplexität des Eingriffs, Erfahrung des Arztes und geografischer Lage. In der Regel liegen die Kosten im mittleren Bereich für Fettabsaugungen und sind mit denen anderer Körperregionen wie Oberschenkel oder Bauch vergleichbar. Etwas teurer kann es werden, wenn mehrere angrenzende Zonen (Reiterhosen, Hüften) gemeinsam behandelt werden sollen.
Im Vergleich zu alternativen, nicht-invasiven Techniken wie Kryolipolyse oder Ultraschallbehandlungen bleibt die Fettabsaugung meist kostspieliger, ist jedoch in der Regel wirksamer bei größeren Fettmengen.
Ein erstes Beratungsgespräch mit dem Facharzt ist vor jeder Fettabsaugung am Gesäß unerlässlich. Dabei analysiert der Chirurg die Morphologie des Gesäßes, die Hautqualität, die genaue Lage der Fettdepots und die Erwartungen des Patienten. Außerdem wird das Fehlen medizinischer Gegenanzeigen überprüft.
Es wird ein Operationsplan erstellt, gegebenenfalls werden präoperative Fotos zur späteren Vergleichbarkeit aufgenommen. Zusätzliche Untersuchungen (Bluttests, Anästhesie) werden bei Bedarf verordnet. Die Wahl der Anästhesieart – örtliche Betäubung mit Sedierung oder Vollnarkose – wird in diesem Stadium je nach geplantem Eingriff und Patientenprofil besprochen.
Am Tag des Eingriffs markiert der Chirurg präzise die zu behandelnden Bereiche. Nach der Anästhesie werden dünne Kanülen durch winzige, in den natürlichen Hautfalten versteckte Schnitte eingeführt. Diese ermöglichen das gezielte Absaugen der Fettzellen, wobei auf die Harmonie der Gesäßlinien geachtet wird.
Je nach zu entfernender Fettmenge und eingesetzter Technik (manuell, assistiert, Laser oder Ultraschall) dauert der Eingriff in der Regel zwischen 1 und 2 Stunden. Das entnommene Volumen wird dabei an die Körperform angepasst, um natürliche Proportionen zu erhalten und ein Absinken der Haut zu vermeiden.
Im Durchschnitt dauert die Fettabsaugung am Gesäß zwischen 60 und 120 Minuten – abhängig vom Umfang der zu behandelnden Zone und einer eventuellen Kombination mit anderen Bereichen (Reiterhosen, Hüften). Der Eingriff wird meist ambulant durchgeführt: Ein Verlassen der Klinik am selben Tag ist nach medizinischer Kontrolle der Narkose möglich.
Nach dem Eingriff sind Muskelkatergefühl, mäßige Schmerzen, Blutergüsse und lokale Schwellungen üblich. Die Einnahme geeigneter Schmerzmittel ist obligatorisch, um den Komfort des Patienten zu gewährleisten. Die Schmerzen lassen nach einigen Tagen allmählich nach, blaue Flecken und Schwellungen bilden sich nach 2 bis 3 Wochen zurück.
Das Tragen einer Kompressionsmiederhose wird für mehrere Wochen empfohlen, um die Schwellung zu begrenzen und eine gute Hautretraktion zu begünstigen.
Die soziale Auszeit variiert von einigen Tagen bis zu einer Woche, abhängig von der Intensität des Eingriffs und der beruflichen Aktivität des Patienten. Es wird empfohlen, in den ersten Tagen intensive Anstrengungen, Sport und längeres Sitzen zu vermeiden, um lokale Komplikationen zu minimieren.
Die Wiederaufnahme von Sport und körperlicher Aktivität ist nach 3 bis 6 Wochen möglich, abhängig von der individuellen Erholungsdauer. Die ersten Ergebnisse zeigen sich nach etwa einem Monat; das endgültige Ergebnis ist sichtbar, wenn die Schwellungen ganz zurückgegangen sind, also etwa nach 3 bis 6 Monaten.
In den meisten Fällen reicht eine gut durchgeführte Sitzung aus, um das gewünschte Ergebnis beim Gesäß-Remodelling zu erzielen. Korrekturen sind selten, können aber in Ausnahmefällen nötig sein, falls kleinere Asymmetrien verbleiben oder die Hautelastizität beim ersten Mal kein optimales Resultat erlaubt hat.
Eine postoperative Nachsorge beim Behandelnden ist obligatorisch, um Wundheilung und Ergebnis zu überprüfen sowie eventuelle Verbesserungen zu besprechen.
Die ersten Resultate der Fettabsaugung am Gesäß werden sichtbar, wenn die Schwellungen nachlassen – meist einen Monat nach dem Eingriff. Die Verschlankung und Modellierung des Gesäßbereichs treten deutlich zwischen 3 und 6 Monaten hervor, sobald die Hautretraktion stabilisiert und das Gewebe vollständig verheilt ist. Der Patient bemerkt dann eine harmonischere Silhouette mit dauerhaft reduzierten lokalen Fettpolstern.
Durch die Fettabsaugung werden die abgesaugten Fettzellen endgültig entfernt, sodass das Ergebnis lange anhält – vorausgesetzt, ein stabiler Lebensstil mit konstantem Gewicht und ausgewogener Ernährung wird beibehalten. Dennoch ist es wichtig zu wissen, dass eine erneute Volumenzunahme bei erheblicher späterer Gewichtszunahme nicht ausgeschlossen ist. Das Hautbild hängt zudem nach wie vor von deren natürlicher Spannkraft und Elastizität ab.
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff birgt die Fettabsaugung am Gesäß gewisse Risiken. Zu den spezifischen Komplikationen dieser Technik zählen ausgeprägte Blutergüsse, Ödeme oder Flüssigkeitsansammlungen (Serome) im behandelten Bereich. Infektionen oder Störungen der Wundheilung sind selten, insbesondere wenn die postoperativen Anweisungen und eine strenge Hygiene eingehalten werden.
Ein spezifisches Risiko der Fettabsaugung am Gesäß ist die Unregelmäßigkeit der Konturen: Wellen, Dellen oder Asymmetrien können auftreten, wenn das Fett ungleichmäßig entfernt wurde oder die Haut unerwartet erschlafft. Empfindungsstörungen (Taubheitsgefühl) treten häufig in den Wochen nach dem Eingriff auf, verschwinden jedoch meist von selbst.
Zudem sollte auf Anzeichen einer Thrombose oder Embolie geachtet werden, insbesondere bei umfangreicheren Eingriffen an mehreren Körperstellen. Das konsequente Tragen von Kompressionsstrümpfen, frühes Aufstehen und der Verzicht auf Tabak minimieren diese Risiken.
Schließlich ist eine regelmäßige ärztliche Nachsorge unerlässlich, um Auffälligkeiten früh zu erkennen und gegebenenfalls rechtzeitig zu behandeln. Das plötzliche Auftreten ungewöhnlicher Schmerzen, Fieber oder Schwellungen sollte unverzüglich ärztlich abgeklärt werden.